effizienz-strom-sparen

effizienztabelle-strom-sparen

Potentialstudie

Strom sparen ist der erste und einfachste Weg, mit Energie effizienter umzugehen und die Betriebskosten zu senken. Tatsächlich nehmen auch in landwirtschaftlichen Betrieben sowohl der Verbrauch als auch die Kosten von Strom zu. Die Einsparungspotenziale sind erheblich und können bis zu 40% betragen. In landwirtschaftlichen Betrieben wird Strom nebst dem Haushalt vor allem für die Belüftung und Beheizung, für Warmwasser, für Antriebsmotoren sowie für Licht und Strahler gebraucht.

Strommessgeräte und Energiebuchhaltung können helfen einen Überblick über den Stromverbrauch im landwirtschaftlichen Betrieb zu gewinnen und machen Einsparerfolge sichtbar. Wie genau und wieviel Strom eingespart werden kann, hängt von der Art der landwirtschaftlichen Produktion ab. Mit optimal positionierten Lampen und modernen Metallhalogendampf- oder LED-Lampen lässt sich die Energieeffizienz erhöhen. Bei der Stallbelüftung brauchen Energiesparventilatoren im Vergleich zu herkömmlichen Modellen nur noch 50 bis 70% des Stroms und mit Frequenzumrichter kann der Stromkonsum um 50% gesenkt werden. Unter der Annahme, dass die grossen Schweinebetriebe ihre Stallklimatisierung mit einem Frequenzumrichter ausrüsten, könnten 2030 4.2 GWh/a eingespart werden.

Landwirtschaftliche Förderprogramme zum Strom sparen

Durch die Wärmerückgewinnung bei der Milchkühlung kann viel Strom bei der Warmwassererwärmung eingespart werden. Bei Melkanlagen drosselt eine reduzierte Drehzahl der Vakuumpumpe bei niedrigem Leistungsbedarf den Stromverbrauch. AgrocleanTech unterstützt Landwirte, die ihren Milchbetrieb Strom und Kosten sparender umrüsten wollen, mit den Förderprogrammen "Milchkühlung" und "Melkmaschinen" .

Video Wärmerückgewinnung aus der Milchkühlung und Frequenzgesteuerte Vakuumpumpen

 

Pilot- und Demonstrationsprojekt

AgroCleanTech hat im Jahr 2013 gemeinsam mit dem St. Galler Bauernverband, dem Landwirtschaftlichen Zentrum St. Gallen sowie der Energieagentur St. Gallen GmbH das vom Kanton St. Gallen mitfinanzierte Projekt „Pilot- und Demonstrationsanlagen“ umgesetzt. Dabei wurden auf insgesamt acht Landwirtschaftsbetrieben vier unterschiedliche Systeme zur Steigerung der Energieeffizienz eingebaut. Das tatsächliche Einsparpotential an elektrischer Energie wurde durch Messreihen erhoben, welche die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften in Zusammenarbeit mit Agroscope durchführte.

Die wichtigsten Erkenntnisse dieses Pilotprojekts sind für die unterschiedlichen Massnahmen in den folgenden Faktenblättern zusammengefasst:

Stromsparen im Haushalt

Im Haushalt kann eine vierköpfige Familie durch relativ einfache Massnahmen und Verhaltensänderungen jährlich hunderte von Franken sparen, ohne auf Komfort zu verzichten. Beispielsweise sollten Geräte nach Gebrauch nicht im Stand-by-Modus verbleiben, sondern ausgeschaltet werden. Strom spart auch, wer Tiefkühler an einem möglichst kühlen Ort aufstellt, Isolierpfannen verwendet und die Wäsche im Freien trocknet.