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Im Bereich Treibstoffeinsparung sind vor allem diejenigen Kulturen energieaufwändig, welche viele Bearbeitungsschritte mit dem Traktor erfordern. Grössere Traktoren, die schlechter ausgelastet sind, verbrauchen trotz effizienteren Motoren pro eingesetzter Leistung (kW) mehr Treibstoff als kleinere, vollausgelastete Traktoren. Der Hebel für grössere Treibstoff- bzw. CO2-Einsparungen liegt hier in höherer Energieeffizienz in landwirtschaftlichen Prozessen, wo der Traktor eingesetzt wird.

Rund 11% des Treibstoffverbrauchs werden durch das Ausbringen von Gülle verursacht. Dabei wird in der landwirtschaftlichen Praxis die Rohgülle mit Wasser um mindestens das Doppelte verdünnt. Dadurch wird das doppelte Volumen transportiert, was Zeitaufwand, Kosten und Abgasemissionen verursacht. Durch den Einsatz von einem Separator können die Feststoffe in der Gülle getrennt werden. Die nach der Separierung vorhandene Dünngülle dringt schnell in den Boden ein und gewährleistet so eine bessere Nährstoffaufnahme und reduziert Transportvolumen, Kosten und Zeitaufwand.

Wenn 1/3 der grossen Betriebe mit Tierhaltung einen Separator verwenden würden, wäre pro Betrieb eine Einsparung von ca. 2‘500 kWh Diesel (~ 250 Liter) möglich, was auf die Schweiz hochgerechnet 12.5 GWh Energie entspricht.

Durch den vermehrten Einsatz von Direktsaatverfahren können mehrere Arbeitsschritte zusammengefasst werden. Während bei der konventionellen Produktion von Ackerfrüchten immer die Schritte Pflügen, Spritzen, Fräsen, Düngen, Säen, Walzen, Pflegen, Ernten vorkommen, können bei der Direktsaat Pflügen, Fräsen, Säen, Walzen mit einer Überfahrt erledigt werden. Obwohl dabei grössere Maschinen notwendig sind, werden bis zu 80% Treibstoff gegenüber der ursprünglichen Verfahrenskette eingespart.

Mit der Verarbeitung von 80'000 ha durch Direktsaat könnten rund 4 Mio. Liter Diesel oder rund 40 GWh jährlich eingespart werden.