Weitere Förderprogramme und -instrumente

 

Förderprogramme, Förderinstrumente und Marktopportunitäten für Landwirtinnen und Landwirte

AgrIQnet

AgrIQnet fördert innovative Gemeinschaftsprojekte (min. zwei Produzenten) zur Erhöhung der landwirtschaftlichen Wertschöpfung. Die Unterstützung bezieht sich auf Kosten, die während der Vorabklärung anfallen (z.B. Erarbeitung Businessplan, Machbarkeitsstudien usw.)  oder auch Kosten, die während der Entwicklungs- oder Reaslisierungsphase anfallen (z.B. Marketing, IT-Systeme etc.). Infrastrukturkosten, Produktentwicklungskosten oder Verwaltungskosten der Trägerschaft sowie Beiträge an Dritte können nicht angerechnet werden.

 

Einspeise- und Einmalvergütung Stromproduktion

Einmalvergütung 

Für Photovoltaikanlagen (PV) kann eine Einmalvergütung beantragt werden (Kategorien: KLEIV = Anlagen zwischen von 2 kW bis 100 kW; GREIV = 100 kW und 50 MW). Diese dient als Investitionshilfe und kann bis maximal 30 % der Investitionskosten betragen. Zur Zeit muss für PV-Anlagen bis 100 kW mit Wartezeiten von mindestens 2½ Jahren gerechnet werden (Wartezeit GREIV mehr als 6 Jahre). 

Einspeisevergütung 

Neue Sonnen- und Windenergieanlagen können nur noch bis Ende 2022 für 15 Jahre, Biogasanlagen für 20 Jahre ins kostenorientierte Einspeisevergüstungssystem (KEV) aufgenommen werden. Es bestehen momentan lange Wartelisten und eine Aufnahme kann nicht garantiert werden. Nach aktuellem Stand können Photovoltaikanlagen (PV) grösser als 100 kW, die bis Juni 2012 angemeldet wurden – der Reihenfolge des Gesucheinreichdatum nach - in die KEV aufgenommen werden. Anlangen, die nach diesem Datum angemeldet wurden oder kleiner 100 kW sind können eine Einmalvergütung beantragen.

Weiterführende Informationen

 

 

 

Energieberatung

In den Kantonen Aargau und St. Gallen wird eine vergünstige oder kostenlose kantonale Energieberatung für Landwirtschaftsbetriebe angeboten.

 

Klimafreundliche Stickstoffdüngung

Lachgasemissionen aus der Stickstoffumsetzung im Boden sind neben den Methanemissionen von Wiederkäuern die zweitwichtigste Quelle von Treibhausgasen in der Schweizer Landwirtschaft. Das Lachgas entsteht nach dem Düngen als Nebenprodukt der bakteriellen Umwandlung des Stickstoffs von seiner Ammonium- in die Nitratform (sogenannte Nitrifikation), sowie beim gegenläufigen Prozess der Denitrifikation. Rund zwei Drittel der Lachgasemissionen entweichen so direkt aus landwirtschaftlichen Böden. Der Rest resultiert indirekt aus Stickstoff, der als Ammoniak und Nitrat verloren geht.

Mit Hilfe von modernen Zusatzstoffen (Nitrifikationshemmer) wird der Stickstoff in Form on Ammonium im Dünger stabilisiert, wodruch sich die Lachgasemissionen stark vermindern. Die Organisation First Climate hat ein Förderprogramm entwickelt, damit diese klimafreundlichen Dünger für Landwirte günstiger angeboten werden können. Die Beiträge dafür stammen aus dem Kauf von Bescheinigungen durch die Stiftung KliK (Klimaschutz und CO2-Kompensation).

  

Klimastiftung Schweiz

Die Klimastiftung Schweiz fördert Projekte im Bereich Energieeffizienz und Klimaschutz von kleinen und mittelgrossen Unternehmen (KMU) bis 250 Mitarbeiter - auch Landwirtschaftsbetriebe. 

Beispielprojekte

  

Mobile Pelletheizungen für die Heutrocknung

Um eine gute Heuqualität sicherzustellen und das Wetterrisiko der Bodentrocknung zu reduzieren, kann Heu im Lager mit Warmluft getrocknet werden. Einen verbreiteten Einsatz haben Unterdachsonnenkollektoren, die jedoch auf eine Besonnung des Stalldaches unmittelbar nach der Ernte angewiesen sind. Deshalb kommen oft bei ungünstigen Bedingungen (Herbst, Regen) mobile Warmluftöfen (Heizöl, Schnitzel) in den Einsatz.

Mobile Pelletheizungen sind verglichen mit der Verwendung von Heizöl nicht nur umweltfreundlicher, mit der Förderung durch die Stiftung KliK (Klimaschutz und CO2-Kompensation) kann sich auch ein wirtschaftlicher Vorteil ergeben, da die Heizungen dadurch günstiger angeboten werden können.

Heutrocknung Quelle Suter Entfeuchtungstechnik AG

Beispiel Mobile Heutrocknung (Quelle: Suter Entfeuchtungstechnik AG)

 

Ressourceneffizienzbeiträge

Techniken, mit denen die Effizienz eingesetzter Betriebsmittel nachweislich gesteigert und die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen verbessert werden kann, werden über Ressourceneffizienzbeiträge in den Direktzahlungen befristet gefördert.

  • Seit 2014 werden emissionsmindernde Ausbringverfahren, die schonende Bodenbearbeitung sowie der Einsatz von präziser Applikatoin für Pflanzenschutzmittel unterstützt.
  • Seit 2017 wird die Ausrüstung von Spritzen mit einem Spülsystem mit separatem Spülwasserkreislauf zur Reinigung von Geräten für das Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln unterstützt (Spritzeninnenreinigung).
  • 2018 werden neue Ressourceneffizienzbeiträge für die stickstoffreduzierte Phasenfütterung von Schweinen, für die Reduktion von Pflanzenschutzmitteln in Obstanlagen, im Rebbau und im Anbau von Zuckerrüben eingeführt.

 

Emissionsmindernde Ausbringverfahren

Ausbringverfahren von Gülle mit emissionsmindernder Wirkung, wie den Schleppschlauch, den Schleppschuh oder den Gülledrill sowie die tiefe Gülleinjektion werden vom Bund mit Beiträgen unterstützt.

20081119 8646MB Gllnen 826420090410 6048SH Auslauf und doch hinter Gittern 1081

 

Stickstoffreduzierte Phasenfütterung bei Schweinen

 Zur Reduktion der Ammoniakemissionen, was auch eine Reduktion indirekter Lachgasemissionen bedeuet, wird die stickstoffreduzierte Phasenfütterung bei Schweinen mit Beiträgen gefördert.

     

     

     

    Weiterführende Informationen

     

    Schweizer Berghilfe

    Die Schweizer Berghilfe unterstützt nachhaltige und innovative Projekte mit dem Ziel die Lebensbedingungen im Schweizer Berggebiet zu verbessern. Es konnten bereits verschiedene landwirtschaftliche Projekte im Bereich Energie durch die finanzielle Unterstützung der Schweizer Berghilfe realisiert werden.

    20070730 9033RK Walliser Stadel vor Gletscher 2739

     

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